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Landesbau

Thüringer Staatskanzlei: Sanierung und Modernisierung der ehemaligen Statthalterei

Regierungsstraße 73, 99084 Erfurt | 

Sachbereich

Landesbau, Standort Erfurt, Sonderprojekte

Bauwerksart

Bestandsgebäude, Regierungsgebäude

Errichtung 18. Jahrhundert

Netto-Raumfläche

7.966 m²

Gesamtbaukosten

26.232.000 €

Bauzeit

2016 - 2023

Architekt

ARGE KLP + HSP, Erfurt

Kummer.Lubk.Partner Architekten Ingenieure Generalplaner, Erfurt

HOFFMANN. SEIFERT. PARTNER architekten ingenieure, Erfurt

Baubeschreibung

Die ehemalige Kurmainzische Statthalterei im Zentrum Erfurts beherbergt heute die Thüringer Staatskanzlei und ist Sitz des Thüringer Ministerpräsidenten.

Die Grundsubstanz des heutigen Gebäudes lieferten drei aneinandergereihte Patrizierhäuser im Renaissance- Stil, die im 18. Jahrhundert zu einer barocken, dreigeschossigen Vierflügelanlage, um einen Palaishof, ausgebaut wurden. Das Gebäude- Ensemble steht als Einzeldenkmal unter Denkmalschutz.

Um ein zeitgemäßes Arbeiten weiterhin zu gewährleisten, wurde 2014 der Auftrag zur Planung der Sanierung und Modernisierung, welche insbesondere auch eine Erneuerung der IT-Technik beinhaltet, erteilt. Im Rahmen der erforderlichen Auswahlverfahren wurden die Planer gewonnen.  Die baulichen Eingriffe in die Gebäudeteile machen auch eine brandschutzseitige Neubewertung erforderlich. Ebenso spielen bei dem Vorhaben bauphysikalische Betrachtungen zum langfristigen Gebäudeerhalt eine wesentliche Rolle. Mit diesem Wissen galt es einen Entwurf zu erarbeiten, der die heute geltenden Anforderungen mit dem Denkmalschutz in Einklang bringt. Die Thüringer Staatskanzlei soll nach der Sanierung und Modernisierung einen zeitgemäßen Betrieb gewährleisten können und dem Gebäude somit den notwendigen Respekt hinsichtlich der geschichtlichen Bedeutung entgegen bringen. In der Neubetrachtung galt es dann auch das Raumprogramm zu optimieren, Barrierefreiheit zu verbessern und die Außenanlagen zu überarbeiten.

Da durch den Nutzer die Anforderung bestand das Gebäude weiterhin Nutzen zu können, wurde die Baumaßnahme in drei Bauabschnitte sowie den separaten Bauabschnitt Fassadensanierung unterteilt. Der erste und zweite Bauabschnitt wurden bereits an den Nutzer übergeben und entsprichen der gewünschten Zielstellung.

Erfurt, 07.12.2020

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