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L 2385 Ortsdurchfahrt Reitzengeschwenda

L 2385 Ortsdurchfahrt Reitzengeschwenda

Bauherr:

Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Region Mitte

Baulänge:

518 m

Fahrbahnbreite:

6,00 m

Bauzeit:

Baubeginn:   04/2021
Bauende:      10/2021

Kosten:

580 T €

Beschreibung der Baumaßnahme

Die Baumaßnahme ist eine Gemeinschaftsmaßnahme des Thüringer Landesamtes für Bau und Verkehr, des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Saalfeld-Rudolstadt und der Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG.

Das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Region Mitte, beabsichtigt den Ausbau der Landesstraße L 2385 Ortsduchfahrt (OD) Reitzengeschwenda. Darüber hinaus sind auf Höhe des Friedhofes eine partielle Fahrbahnertüchtigung (Randverbreiterungen, Deckenerneuerungen) vorgesehen.

Ausbau des Trennsystems

Mit dem Ausbau des Trennsystems in Reitzengeschwenda sind ca. 295 m Schmutzwasserkanal neu zu errichten. Das Schmutzwasser in Reitzengeschwenda wird dem Pumpwerk 1 zugeführt. Das Pumpwerk 1 wird zurzeit hergestellt und ist nicht Gegenstand dieser Baumaßnahme.
Die Verlegung der Schmutzwassersammler erfolgt mit einer Tiefe zwischen 2,20 m und 3,50 m. 
Die Regelschachtbauwerke für den Schmutzwassersammler sind aus Fertigteilen mit lichten Durchmessern von einem Meter vorgesehen. Alle Schachtbauwerke erhalten eine Polypropylenschale als Schachtboden. Es werden selbstnivellierende Schachtabdeckungen der Klasse D eingebaut.

Regenwassersammler

Es sind ca. 330 Meter Regenwasserkanal aus Polypropylen neu zu errichten.
Die Regenwassersammler sind mit einer Verlegetiefe von 1,90 bis 2,00 m geplant. Die Schachtbauwerke sind mit einer Ausnahme als Fertigteilschächte mit lichten Durchmessern von einem Meter geplant. Es werden selbstnivellierende Schachtabdeckungen der Klasse D eingebaut.

Trinkwasser

In der Landesstraße L 2385 erfolgt im Bauabschnitt die Verlegung der Trinkwasserleitung. Rohrmaterial ist duktiles Gusseisen, parallel zu den Entwässerungskanälen.
Im Einmündungsbereich Stichstraße zwischen den Grundstücken 15a und 39b wird ein 3-seitiges Schieberkreuz mit integrierten Unterflurhydranten eingebaut. Am Bauende der Trinkwasserleitung (Höhe Grundstück Nr. 15b, 59) werden die TW-HA Nr. 59 und Friedhof auf den neu zu errichtenden Unterflurhydranten angebunden.

Straßenbau

Folgende Ausbau- und Instandsetzungsabschnitte sind vorgesehen:

Bauabschnitt 1

Im Bauabschnitt 1 soll der linke Fahrbahnrand verbreitert werden. Die geplante Fahrbahnbreite beträgt sechs Meter. Die vorhandene Fahrbahndecke wird auf gesamter Breite abgefräst. Partiell ist es erforderlich, zur Herstellung profilgerechter Binder- und Deckschichten Korrekturen an der vorhandenen Asphalttragschicht (Abfräsen bzw. Einbau von Profilausgleich) vorzunehmen.
Im Bereich der geplanten Randverstärkung (Breite ca. 50-70 cm) wird die bituminöse Befestigung aufgenommen und bis auf das Niveau Erdplanum ausgekoffert. Der Aufbau im Bereich der Randverstärkung erfolgt mit einer Frostschutzschicht (45 cm) und zwei Asphalttragschichten. Die Asphaltbinderschicht (als Profilausgleich) und die Asphaltbetondeckschicht wird anschließend auf gesamter Fahrbahnbreite eingebaut. Beidseitig der Fahrbahn wird eine Bordanlage neu errichtet. Entlang der beidseitigen Bordanlage ist es vorgesehen, eine zweizeilige Betonpflasterreihe zu errichten. Am tieferliegenden Fahrbahnrand wird dieser Zweizeiler als Entwässerungsrinne ausgebildet.

Bauabschnitt 2

Im Bauabschnitt 2 erfolgt die Erneuerung der Fahrbahn als vollgebundener Ausbau mit einer zusätzlichen Frostschutzausgleichschicht in einer Stärke von 15 cm. Analog dem Bauabschnitt 1 ist es vorgesehen, die Fahrbahn mit einer Gesamtbreite von sechs Metern auszubauen. Zwischen den Gebäuden Nr. 16 und der Einfriedung Haus Nummer 15a wird die Fahrbahn einseitig am rechten Fahrbahnrand auf eine Breite von 4,90 Meter eingeengt.

Unter Berücksichtigung der Gewährleistung des Sicherheitsabstandes zu Gebäuden verbleibt eine Breite von unter fünf Metern. Begegnungsverkehr Pkw/Lkw ist nicht mehr möglich. Aus diesem Grund erfolgte in Abstimmung mit dem Auftraggeber die erweiterte Ausbuchtung der Fahrbahn im Bereich der Zufahrt des Grundstücks Nr. 59. Anschließend wird die Fahrbahn bis zum geplanten Bauende mit einer Breite von sechs Metern ausgebaut. Im Kurvenbereich wurde in Rücksprache mit dem Auftraggeber auf die rechnerische Verbreiterung von 0,50 m für den Begegnungsfall Lkw/Lkw aufgrund fehlender Raumbreite verzichtet.
Analog dem 1. BA wird die Fahrbahn beidseitig mit einer Bordanlage aus Granit eingefasst. Vor der Bordanlage erfolgt der Einbau einer 2-zeiligen Betonpflasterrinne, welche am tieferliegenden Fahrbahnrand als Entwässerungsrinne ausgebildet wird.

Geplante und vorhandene Grünflächen werden mit einer Hochbordanlage mit einem Anschlag von 15 cm zur Fahrbahn hin abgegrenzt. Lediglich im Böschungsbereich  ist in einem Abschnitt vorgesehen, eine Rundbordanlage mit einem Anschlag von vier cm einzubauen. Grund hierfür ist die Minimierung des Eingriffs in die vorhandene Böschung. Im gesamten Baufeldbereich werden Einmündungen und Zufahrten zu Privatgrundstücken mit einer Rundbordanlage mit einem Anschlag von vier cm zur Fahrbahn hin abgegrenzt.

Im Zuge der Erneuerung der Landesstraße L 2385 werden vorhandene Zufahrten höhenmäßig angepasst und mit der vorhandenen Befestigung wiederhergestellt. Die Anpassung der Grundstückszufahrten ist jeweils auf minimaler Länge vorzunehmen.

 

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