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B 88 Ortsumgehung Zeutsch und Ausbau Zeutsch - Orlamünde

Bauablauf - Fotodokumentation

Bildquelle: Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr,
Referat 41 - Straßenneubau

Drohnenfotos

Bildquelle: Dipl.-Ing. Andreas Hidde / IG Vössing

Bauherr:

Bundesrepublik Deutschland 

Baulänge:

4.770 m

Ingenieurbauwerke:

Bauwerk 02 -  Brücke im Zuge der B 88 über den Wiedabach
Bauwerk 03 -  Brücke im Zuge der B 88 über eine Fußgängerunterführung und Zwischentrog zu BW 04
Bauwerk 04 -  Brücke im Zuge der Bahnstrecke (EÜ) über eine Fußgängerunterführung
Bauwerk 05 -  Brücke im Zuge der K 12 über die Bahnstrecke 6305
Bauwerk 06 -  Lärmschutzwand am linken Fahrbahnrand der B 88
Bauwerk 07 -  Brücke im Zuge der B 88 über einen Graben (Kleintierdurchlass)
Bauwerk 08 -  Brücke im Zuge eines Wirtschaftswegs über die Saale
Bauwerk 16 -  KSW 01 - Irritations- und Kollisionsschutzwand rechts auf BW 01
Bauwerk 17 -  KSW 02 - Irritations- und Kollisionsschutzwand rechts auf BW 02
Bauwerk 18 -  Irritations- und Kollisionsschutzwand auf Bauwerk 07

Bauzeit:

Baubeginn:   04/2019
Bauende:      11/2022

Kosten:

ca. 39 Mio. €

Beschreibung der Baumaßnahme

Die B 88 ist eine überregionale Fernstraßenverbindung, welche die Verbindung zwischen dem Städtedreieck Saalfeld-Rudolstadt-Bad Blankenburg und dem Oberzentrum Jena mit Anschluss an die Bundesautobahn A4, Anschlussstelle Jena-Göschwitz herstellt. Die Verkehrsbelastung liegt bei ca. 7.600 Kfz/24h mit einen Schwerverkehrsanteil von mehr als 10 %. Der Durchgangsverkehr beträgt dabei 94 %.

Auf Grund der derzeitigen Linienführung der vielen Ortslagen und der Belegung der B 88 gibt es derzeit wenige Überholmöglichkeiten. Die Ortslage Zeutsch ist durch das Verkehrsaufkommen hoch belastet und die B 88 zerschneidet die Ortslage. Durch den vorhandenen Bahnübergang in der Ortslage Zeutsch am Knotenpunkt zur K 12 wird der Verkehr auf der B 88 bei jeder Zugfahrt auf der angrenzenden Saalebahn angehalten.

Ziel der Maßnahme ist die Verlegung des Bundesstraßenverkehres aus der Ortslage Zeutsch heraus und die Schaffung von gesicherten Überholmöglichkeiten. Damit verbunden ist die Beseitigung von zwei Bahnübergängen, die Schaffung von Lärmschutz für die Ortslage Zeutsch, die Trennung des Radverkehres vom Verkehr auf der B 88 und schlussendlich die Erhöhung der Reisegeschwindigkeit im Streckenzug der B 88 zwischen Rudolstadt und dem Oberzentrum Jena.

Das Baurecht liegt vollziehbar mit dem Planfeststellungsbeschluss Az. 540.3-3811-05/09 vom 28.07.2010 vor.

Baudurchführung

Die Durchführung der Maßnahme wird in verschiedenen Abschnitten erfolgen.
Hierfür wurden insgesamt fünf Vergabepakete ausgeschrieben:

  • Vergabepaket 1:    LBP und CEF Maßnahmen für den Umweltschutz                                  in Bearbeitung
  • Vergabepaket 2:    Errichtung BW 1 und Schaffung der Vorflutleitung zur Saale            fertiggestellt
  • Vergabepaket 3:    Streckenbau und alle anderen Bauwerke                                                  in Bearbeitung
  • Vergabepaket 4:    Streckenbezogene Begrünung                                                                       in Bearbeitung
  • Vergabepaket 5:    Verkehrstechnik                                                                                                    in Bearbeitung

 


Ein symbolischer erster Spatenstich am 14.08.2017 ist Startschuss für den Baustart der Ortsumgehung Zeutsch.

Aus dem Vergabepaket 3 wurden bereits die Bauabschnitte 1 und 2 sowie 7 und 8 für den Verkehr freigegeben. Ebenfalls dem Verkehr freigeben wurde der Rad- und Gehweg mit der Saalbrücke (BW 08).

Im März 2021 ist mit dem Verschub des Bauwerks 04 in den Bahndamm (Teil der Fußgängerunterführung Zeutsch) ein weiterer Meilenstein gelungen. Derzeit wird an dem Bauabschnitt 3, 5 und 6 intensiv gearbeitet, sowie die Anbindung der K 12 über die neu errichtete Bahnbrücke hergestellt.

Im Zuge des Neubaus der Fußgängerunterführung in Zeutsch wurde ein Teil in einer Sperrpause verschoben. Dazu wurde zunächst das Bauwerk neben dem Bahndamm auf Betonwürfeln ruhend hergestellt. Vom 5. bis 10. März mussten die Gleise zurückgebaut, die Baugrube mit einem Spundwandkasten hergestellt, das Bauwerk verschoben und anschließend die Baugrube wieder verfüllt sowie die Gleise wiederhergestellt werden. Die Arbeiten wurden während dieser fünftägigen Bahnsperrpause kontinuierlich 24h pro Tag durchgeführt. Das Video zeigt die Arbeiten im Zeitraffer.

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